Schreiben ist wie puzzeln

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„Zu lange Sätze, passiv und redundant!“

Die Worte flogen wie Handgranaten um meine Ohren. Ich schluckte und konnte nur mit Mühe ein paar Tränen unterdrücken. Zitternd nahm ich mein Kapitel und trat den Rückzug an. Als die Tür zum Büro meiner Doktormutter hinter mir ins Schloss fiel, brach ich zusammen. Ich weinte salziges Nass um die vielen Seiten, in die so viel Zeit und Herzblut geflossen sind.

Als die Tränen versiegt waren, keimte Panik in mir auf: "Nur noch drei Wochen bis zur Abgabe meiner Doktorarbeit. Wie zum Teufel soll ich das schaffen? Vielleicht sollte ich besser aufgeben..."
Zuhause legte ich mich ins Bett und fiel in einen unruhigen Schlaf.

Doch am nächsten Morgen stand fest: Aufgeben ist keine Option! Drei Jahre meines Lebens hatte ich in diese Arbeit investiert, da konnte ich meine Arbeit jetzt doch nicht auf die Wortmüllhalde schmeißen.

Stattdessen rappelte ich mich auf: Ich las alles, was mir über guten Satzbau, Schreibstil und spannende Struktur in die Hände fiel, holte mir Hilfe von einer Lektorin und überarbeitete parallel meine Dissertation. Ich arbeitete Tag und Nacht, bis ich kurz vor Fristende und mit letzten Kräften die gebundene Arbeit vorlegte.

Ein paar Monate später nahm ich mit Stolz, Erleichterung und „großem Lob“ meine Doktorwürde entgegen.

Abgeschlossen. Zeit für ein neues Kapitel (lies meine ganze Geschichte unter dem Video)

Heute gebe ich meine Erfahrungen weiter und unterstütze als Schreibcoach andere bei ihren Schreibprojekten.

Lerne mich besser kennen und vereinbare ein unverbindliches Gespräch mit mir

 

Dabei begann alles mit einem großen Traum...

Ich bin im schönen Süd-Schwarzwald geboren. Die idyllische Landschaft und die damit verbundene Langeweile regten meine Fantasie an. Als ich 10 Jahre alt war, hackte ich erste Geschichten in die Schreibmaschine meiner Mutter. Ich träumte schon früh davon, eines Tages "Schriftstellerin" zu werden. Doch die Erwachsenen sagten: "Vom Schreiben kann man nicht leben!"
Ernüchtert hängte ich den Traum ans Regal. Trotzdem ließ mich das Schreiben nicht los, doch es sollte fortan für lange Zeit "nur" ein Hobby bleiben.

Bald wurde mir der große schwarze Wald mitsamt seinen Zweiflern zu eng und ich entwickelte ein starkes Fernweh. Wenn ich nicht reiste, schrieb ich von fremden Welten und Kulturen. Besonders das sagenumwobene Tibet fesselte meine Sinne...

 

Tibeto... was?

Tibet faszinierte mich so sehr, dass ich mich für den ungewöhnlichen Studiengang Tibetologie an der Universität Bonn einschrieb. Du kannst dir vermutlich vorstellen, was die Zweifler dazu sagten: "Was willst du später damit machen? Taxi fahren?"

Dabei war mir schon damals klar: Ich würde meinen Weg finden. Während meiner Unijahre sammelte ich vielseitige Erfahrungen in unterschiedlichsten Bereichen. Ich wollte so viel als möglich über so viele Berufsmöglichkeiten als möglich herausfinden. Am meisten gefiel mir jedoch die Arbeit als freie Journalistin für ein Stadtmagazin und mein Praktikum für das Canada Tibet Committee in Montréal, wo ich einige faszinierende Tibeter*innen kennerlernte und das erste Mal den Dalai Lama traf. Danach stand fest: Ich wollte über diese Menschen schreiben, denen eine Rückkehr in ihr eigenes Land verwehrt ist.

 

Ausflug in die Wissenschaft

2008 holte mich Prof. Jens Schlieter für ein spannendes nationales Forschungsprojekt zur Bedeutung des Buddhismus für die zweite Generation der Tibeter*innen an die Universität Bern. Mir bot sich die einmalige Gelegenheit, zahlreiche spannende Interviews mit Exiltibeter*innen zu führen und über ihr Leben zu schreiben. Nebenbei unterrichtete ich Studierende und unterstützte andere bei ihren Schreibprojekten, Bachelorarbeiten und Dissertationen.

In dieser Zeit veröffentlichte ich wissenschaftliche Texte, hielt Vorträge und bildete mich in Kulturmanagement weiter. Denn vor allem der theoretische Teil meiner Forschung war mir von Anfang an zuwider. Ich ahnte, dass sich meine Zukunft nicht im Elfenbeinturm der Universität abspielen würde. Außerdem fehlten mir die Arbeit für die Kulturbranche und das freie Schreiben.

Mein Kultur-Ich

Nach meiner Promotion zog es mich weg von der Uni und beruflich zur Kultur. Ich lernte David Cordier (erfolgreicher Counter-Tenor und MA Mathematik Cambridge University) kennen.

Gemeinsam gründeten wir 2012 Staccato Kulturberatung

Wir unterstützen kulturelle Institutionen und deren Träger bei der Kulturfinanzierung und kulturellen Planung.

Parallel unterrichtete ich Studierende der Universität Witten/Herdecke in Kulturpolitik und Kulturfinanzierung sowie hochbegabte Schüler*innen im Rahmen der Deutschen SchülerAkademie.

Alles lief gut: die Literaturagentur Petra Eggers nahm mich unter Vertrag. Parallel arbeitete ich für unterschiedliche kulturelle Institutionen - als Kulturberaterin und zuletzt auch als stellv. Geschäftsführerin der Tibet Initiative Deutschland e.V. Im März 2020 war meine Literaturagentur gerade dabei, meinen neuen Roman zu verkaufen...

Doch dann kam alles anders!

Die Verlagsbranche brach ein und blockte alle neuen Projekte auf unbestimmte Zeit. Kulturberatung brauchte niemand mehr, denn auch die Kultur wurde von einem Tag auf den anderen kalt gestellt. Eine Zeit lang schwamm ich im Fahrwasser der Verirrten und Irritierten mit. Ließ mich vom Sog der Jammernden in den Strudel der Angst und Lethargie hinabziehen.

Doch im Sommer blühte ich wieder auf und in mir keimte neuer Mut - und mit ihm eine Idee, die erst sanft das Köpfchen an die Luft streckte und dann immer mehr Blüten austrieb:

Was wäre, wenn ich mich endlich von den Zweiflern frei machen würde? Was wäre, wenn ich meinen Erfahrungsschatz übers Schreiben anderen Menschen weitergeben würde?

Ist es einfach? Nein. Ist es richtig? Absolut!

Denn seit mehr als zehn Jahren unterstütze ich andere bereits bei ihren Schreibprojekten, führte viele meiner ehemaligen Kommilitonen zu ihren Doktorarbeiten, erteilte zahlreiche Schreibtipps und Lektorate, und verfasste unzählige Newsletter, Artikel, Kurzgeschichten, Bücher und Romane.

Das Wort*Sternchen war geboren.

Ich bin Autorin, Ghostwriterin und Schreibcoach und genieße es, meine Erfahrungen weiterzugeben und andere Menschen bei ihren Schreibprojekten zu unterstützen.

Hier erfährst du mehr über meine Schreibkurse, den Online-Kurs "Schreib deine Website" und meine Online-Seminare.

Oder nimm direkt Kontakt mit mir auf und vereinbare ein 30-minütiges kostenloses Beratungsgespräch für Dein Schreibprojekt:

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Für alle, die es lieber tabellarisch mögen:

Dr. Tina Lauer - Das Wort*Sternchen. Autorin, Schreibcoach und Kulturberaterin


Beruflicher Werdegang (Auszug):

  • Seit 2012: Mitinhaberin und Gesellschafterin Staccato Kulturberatung GbR – gemeinsam mit David Cordier (Moderation von Veranstaltungen und Kulturentwicklungsprozessen – z.B. für die Landeshauptstadt Mainz)
  • 2017-2020: Leitung Fundraisingreferat und stellv. Geschäftsführung Tibet Initiative Deutschland e.V.
  • 2015-2017: Leitung Künstlerisches Betriebsbüro Konzertchor Darmstadt und Darmstädter Residenzfestspiele
  • 2009-2014: Dozentin Universität Bern; Universität Witten/Herdecke; DeutscheSchülerakademie
  • Seit 2000: Veröffentlichung von redaktionellen Beiträgen, wissenschaftlichen Artikeln, Kurzgeschichten, Monografien  und Sammelbänden in unterschiedlichen Bereichen. Derzeit in Arbeit: belletristischer Roman.

Ausbildung (Auszug):

  • Seit 2021: Ausbildung zum NLP-Practitioner
  • 2012: Promotion in Central Asian Studies (Universität Bern)
  • 2011: Basiszertifikat in Kulturmanagement (HfMT Hamburg)
  • 2012: Zertifikat in BWL und internationalem Management (ATV Köln)

Einen "bunten" Auszug aus meiner Publikationsliste findest du hier:

Publikationen

 

 

Du willst noch mehr über mich wissen?

  • Musik ist meine zweite Leidenschaft! Aktiv, wie passiv. Egal, ob als Geige in Orchestern, Sängerin auf der Bühne, oder mit meinem Cello zuhause: Musik gehört zu meinem Leben, wie Grüntee und Ballett. Wenns ums Hören geht, darfs gern mal 90er Jahre Punkrock, Indie oder Skaterpunk sein. Ich liebe But Alive..., Kettcar und Die Ärzte, genauso wie BrahmsDvořák und Tschaikovsky.
  • Meine Werte? Vor allem Respekt, Authentizität und Gerechtigkeit.
  • Ehrenamtlich sowie mit Aktionen und Spenden unterstütze ich vor allem folgende, mir nahestehende Projekte:  Nomadenhilfe e.V.Leseleben e.V., Weltweit – Gesellschaft zur Förderung lokaler Initiativen e.V.und Wir packens an e.V.
  • Mir ist eine demokratische, solidarische und antidiskriminierende Haltung sehr wichtig und diese erwarte ich auch von den Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Deshalb distanziere ich mich klar von homophoben, sexistischen, antidemokratischen, antisemitischen und rassistischen Menschen, Kundenanfragen und Äußerungen!

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