Er wird dich das Schreiben lehren - die 8 wichtigsten Schreibtipps vom King des Grauens!

Du suchst nach einem guten Schreibratgeber? Dann schau dir mal „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King an. Alles andere als trocken und mit einer herrlichen Portion Selbstkritik, lernst du alles, was fürs Schreiben wirklich wichtig ist: Wie entwickelt man einen eigenen Schreibstil? Welche Schreibtipps sind wichtig? Was solltest du beachten, wenn du ein eigenes Buch schreiben willst? In meinem Blog stelle ich dir seine 8 wichtisten Schreibtipps vor.

Tina Lauer

17. August 2021

Wer mich kennt, der weiß, wieviel Wert ich auf den ersten Satz lege.

Ich drehe und wende ihn und bin erst zufrieden, wenn er wirklich gut ist.

Ich war nie das, was man eine Heulsuse nennt.

...ist so ein Satz.

Er ist deshalb gut, weil er profan und fast schon platt klingt.

Und dennoch steckt in ihm so viel, was neugierig macht auf die Person, die ihn spricht – und auf die Handlung des Romans.

Verdammt, wie gern würde ich sagen, dass er von mir ist.

Allerdings ist es nicht mein erster Satz, sondern der von Stephen King (aus seinem Roman: „Der Anschlag“).

Wenn du aber jetzt glaubst, dass ich in diesem Blog eine Lobeshymne auf Kings Romane loslasse, dann bist du auf der falschen Website.

Ich mag Horrorgeschichten nicht. Nicht als Film und erst recht nicht in Buchform.

Von Kings Geschichten habe ich nur wenige gelesen und von den Büchern und ihren Verfilmungen bekam ich Albträume.

Aber für diesen Blog ist das absolut irrelevant.

Denn hier geht es nicht um Kings Romane.

Sondern um das, was wir von ihm lernen können.

Denn es gibt ein Buch von Stephen King, das ich dir wärmstens ans Herz legen möchte, falls du deinen Schreibstil verbessern oder sogar ein Buch schreiben willst:

„Das Leben und das Schreiben von Stephen King (hier bestellen)“

Das wunderbare an diesem Buch sind nicht nur die zahlreichen Schreibtipps.

Sondern auch die vielen Geschichten aus seinem Leben und seinem Werde- und Untergang, die er uns mit seinem aufrichtigen und selbstkritischen Schreibstil serviert.

Denn eines muss man Stephen King wirklich lassen:

Er weiß, wie man Geschichten erzählt.

Klar, um Bestseller-Autor*in zu werden, braucht es mehr als die Fähigkeit, gute Geschichten zu erzählen.

Neben Schreibtalent und guten Ideen, gehören jede Menge Marketing und eine gehörige Portion Glück dazu.

Doch ein Teil ist eben Handwerk, das man zu einem gewissen Grad erlernen kann.

Was es mit diesem Handwerk auf sich hat, erzählt King in seinem Buch.

Hier sind ein paar Zuckerstückchen daraus.

Meine 8 Top-Empfehlungen aus Stephen Kings Werk „Das Leben und das Schreiben“:

  1. „Es gibt keinen Ideenfriedhof, kein Geschichtenkaufhaus und keine Insel der begrabenen Bestseller; [...] Zwei Ideen, die ursprünglich nichts miteinander zu tun haben, treffen aufeinander und lassen etwas ganz Neues entstehen. Ihr Job ist es nicht, diese Ideen zu finden, aber sie zu erkennen, wenn sie denn auftauchen.“

Ich werde oft gefragt, woher ich meine Ideen nehme. Ganz ehrlich: Keine Ahnung. Ich halte Augen und Ohren offen und irgendwann sind sie einfach da.

  1. Es wird immer jemanden geben, der versucht, einem das Schreiben (und wohl auch das Malen oder Tanzen oder Bildhauern oder Singen) madig zu machen.“

Buchbesprechungen sind oft hart. Aber auch das müssen Schreiberlinge ertragen. Denn weißt du, was ich viel schlimmer finde als eine miese Kritik?

Etwas zu schreiben und sich dabei stets zu fragen, ob ich es auch wirklich allen recht mache.

Davon abgesehen, dass das gar nicht geht, würde ich ständig um alles Kritische herumtanzen und am Ende nur noch beliebigen Mist produzieren.

  1. Schreiben ist ein einsamer Job. Wenn man jemanden hat, der an einen glaubt, macht das eine Menge aus.“

Ohne meine Familie, die mich stets nach Kräften unterstützt und ermutigt, wäre so manches Buch nicht aufs Papier gelangt und schon gar nicht erschienen. An dieser Stelle einmal ein dickes DANKESCHÖN an meine Liebsten!

  1. „Verben erscheinen in zwei Formen, der aktiven und der passiven. Bei einem aktiven Verb tut das Subjekt des Satzes etwas. Bei einem passiven Verb wird etwas mit dem Subjekt des Satzes getan. Das Subjekt läßt es über sich ergehen. Das Passiv sollten Sie meiden.“

Dem kann ich nur zustimmen – ein Tipp, der nicht oft genug wiederholt werden kann. Oder welcher Satz klingt deiner Ansicht nach eleganter und lässt sich leichter lesen:

Der Autor schreibt gute Texte.

Die Texte des Autors werden gut geschrieben.

Ok, ich gebe zu, ein ziemlich übles Beispiel.

Aber glaub mir: Texte dieser Art lese ich ständig in Content und auf Websites. Also bitte: meide das Aktiv.

  1. „Meines Erachtens sollte keine Erzählung und kein Roman das Arbeitszimmer verlassen, solange der Verfasser nicht überzeugt ist, daß sein Werk einigermaßen leserfreundlich ist.“

Das gilt nicht nur für Romane und andere Bücher. Es gilt für alles, was du schreibst! Mach dir bitte stets die Mühe, dich in die Leserschaft hineinzuversetzen.

Wenn du zum Beispiel einen Social-Media-Beitrag geschrieben hast, dann stell dir vor der Veröffentlichung am besten die folgenden Fragen:

Verstehen meine Leser*innen, was ich sagen will? Ist der Satz möglicherweise zu lang, zu kompliziert, zu passiv?

 

  1. „Wenn Sie Schriftsteller werden wollen, müssen Sie vor allem zweierlei tun: viel lesen und viel schreiben.“

Ich bin eine furchtbar langsame Leserin. Aber ich lese privat jeden Tag und deshalb so etwa 20-30 Romane pro Jahr – dazu kommen noch Sachbücher für meine Weiterentwicklung und die Manuskripte meiner Kund*innen. Aus jedem Buch lerne ich. Sowohl aus den weniger gut geschriebenen als auch aus richtig hochwertiger Literatur.

7. „Die Darstellung läßt den Leser mit allen Sinnen an der Geschichte teilhaben.“

Und das wiederum gelingt durch viel Lesen und Schreiben und durch glaubwürdige Beschreibungen. Beschreibe, was du siehst, selbst mit allen Sinnen erlebt hast und mach es allen Lesenden zugänglich. Manche Menschen sind eher visuell ausgeprägt, sie brauchen Beschreibungen der Landschaft, andere eher auditiv, sie möchten "hören", was du hörst - füge Vogelgezwitscher ein, schreiende Babys, usw. Auch Geschmacks- und Geruchssinn sollten nicht zu kurz kommen. Stinkt es im Kuhstall nach Dung oder nimmt deine Protagonistin den Geruch als erfrischende Landluft wahr?

  1. „Jetzt kommt die große Frage: Was sollen Sie schreiben? Und die ebenso große Antwort: Alles, was Sie wollen. Einfach alles... sofern es glaubwürdig ist.“

Und das ist es am ehesten, wenn wir über Berufe, Städte, Länder, Kulturen, Aspekte schreiben, die wir kennen. Natürlich würde ich niemals mein eigenes Leben abbilden, aber um glaubwürdig zu schreiben, lege ich meine Figuren gerne in einem Setting an, das mir vertraut ist. Auch meine Figuren tragen immer Aspekte von mir in sich, oder Anti-Eigenschaften, die ich verabscheue bzw. bewundere. King schreibt: „...wenn Sie diesen Beruf länger ausüben, werden Sie schnell merken, daß ein Teil von Ihnen in jeder geschaffenen Figur steckt.“

Stephen King hält in seinem Buch noch unzählige weiter Tipps auf Lager, erklärt sie anhand von Beispielen und schmückt sie mit Episoden aus seiner Vita.

Würde ich alles erwähnen, nähme ich dir die Freude, das Buch selbst zu lesen. Denn es steckt voller Inspirationen für jeden Schreiberling und all diejenigen, die es werden wollen.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Lesen.

Und wenn du weitere Inspirationen suchst, schau mal in meine anderen Schreibtipps oder buche ein unverbindliches Gespräch mit mir.

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