Über Dr. Tina Lauer

Foto (c) Edeltraud Lauer

Raus aus dem großen schwarzen Wald…

Schon als kleines Mädchen schrieb ich Kurzgeschichten und versuchte mich an ersten Romanen. Ich hackte auf der Schreibmaschine meiner Mutter kleine Geschichten und träumte mich in andere Welten. Das Schreiben eröffnete mir Zugang zu meiner Fantasie und Kreativität.

Als Musikerin in Laienorchestern, und als Sängerin und Tänzerin auf der Bühne, sammelte ich erste Erfahrungen in der Kulturbranche. Ich lernte aus meinen Fehlern und den Fehlern Anderer.

…hinein ins Abenteuer!

Doch bald war mir der verschlafene Schwarzwald nicht mehr groß und meine Aufgaben nicht mehr exotisch genug. Ich sehnte mich nach neuen Inhalten, fernen Ländern und fremden Kulturen.

Auf meinen Reisen (z.B. nach Indien und Afrika) erlebte ich manches Abenteuer und lernte viel über das Leben und meine privilegierte Situation in Deutschland. Ich empfand schon früh das Bedürfnis, etwas davon „zurückzugeben“. Soziales und politisches Engagement ist mir deshalb bis heute sehr wichtig.

Aber es gibt auch Länder, die ich nie bereist habe. Eines davon ist Tibet: Seit langer Zeit setze ich mich für die Verbesserung der Menschenrechtssituation in dem von China besetzten Land ein. Deshalb bleibt mir eine Reise dorthin verwehrt. Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb mich die Faszination für dieses Land nicht loslässt…

Stupa mit tibetischen Gebetsfähnchen auf einem Pass in Nordindien – den Blick nach Tibet gerichtet (c) Tina Lauer

Wohin soll die Reise gehen?

Nach dem Abitur stellte sich auch mir die große Frage: Wohin soll die berufliche Reise gehen? Ich beneidete manche Mitschüler*innen, die bereits in ihrer Kindheit wussten, welchen Weg sie einschlagen würden. Für mich war es jedenfalls nicht leicht, denn schon damals war die Frage nach der richtigen Berufswahl mit dem Anspruch verknüpft, meine vielseitigen Interessen und Leidenschaften miteinander zu verbinden.

Aber wie sollte ich mein Faible für Tibet, meine schriftstellerischen Fähigkeiten und meinen Entdeckergeist miteinander verbinden? Einfach war die Antwort nicht. Doch ich fand neben meiner Tätigkeit als freie Journalistin einen Studienplatz in Bonn, der meine Mitmenschen nicht selten zu folgenden Fragen bewegte:

  • „Tibeto… was?“
  • Bist du Buddhistin?
  • Und was macht man dann damit?

Nein, ich bin keine Buddhistin. Und was „man“ mit einem abgeschlossenen Studium in Tibetologie macht, weiß ich nicht – nur, was ICH damit gemacht habe:

Reise durch die Wissenschaft

Mein Weg führte mich zunächst in ein spannendes Forschungsprojekt der Universität Bern. Dort führte ich unzählige Interviews mit Exiltibeter*innen und Expert*innen zum Thema „Kulturelle Identität“. Zudem machte es mir viel Spaß, Studierende zu unterrichten. Damals wurde ich bereits regelmäßig um Rat gefragt, wenn es darum ging, andere bei ihren Schreibprojekten zu unterstützen.

Nebenbei verfasste ich wissenschaftliche Texte, hielt Vorträge und bildete mich in Kulturmanagement (Hochschule für Musik und Theater Hamburg) weiter. Denn vor allem der theoretische Teil meiner Forschung, war mir von Anfang an zuwider. Ich ahnte deshalb, dass meine Zukunft nicht im Elfenbeinturm der Universität zu finden sei. Außerdem fehlten mir die Arbeit für die Kulturbranche und das freie Schreiben.

Doch bevor ich etwas Neues beginnen konnte, wollte ich den Kraftakt der Promotion bewältigen. Dafür war es nötig, jegliche Selbstzweifel beiseite zu legen und mich auf meine Stärke zu besinnen: Das Schreiben. Mit viel Durchhaltevermögen und Disziplin gelang mir schließlich die Fertigstellung, Verteidigung und Publikation meiner Dissertation mit Magna cum laude.

Was ich in dieser Zeit gelernt habe, konnte ich direkt einsetzen, um Studierenden und anderen Promovierenden bei ihren Schreibblockaden zu helfen und sie in die Umsetzung zu bringen. Egal ob es sich um eine Dissertation, einen wissenschaftlichen Artikel, eine Bewerbung, oder Prosa handelte: Ich lieferte konkrete Schreibtipps, half dabei, Schreibblockaden zu lösen und verkopfte Autor*innen in die Kreativität zu führen.

Der Counter-Tenor und ich

David Cordier und Dr. Tina Lauer von Staccato Kulturberatung
David Cordier und Dr. Tina Lauer
Wir sind das Team von Staccato Kulturberatung
Foto (c) Ben Wahab

Nach meiner Promotion zog es mich trotzdem weg vom Elfenbeinturm und endlich auch beruflich zur Kultur. Ich lernte David Cordier (erfolgreicher Counter-Tenor und MA Mathematik Cambridge University) kennen. Gemeinsam mit ihm gründete ich 2012 Staccato Kulturberatung. Parallel unterrichtete ich Studierende der Universität Witten/Herdecke in Kulturpolitik und Kulturfinanzierung sowie hochbegabte Schüler*innen im Rahmen der Deutschen SchülerAkademie.

Was lange währt…

…war schon immer gut! Natürlich meine ich das Schreiben. In all den Jahren veröffentlichte ich zahlreiche Artikel und verfasste dutzende Kurzgeschichten sowie zwei Romane.

Doch erst 2020, als mich die Coronakrise durch den Einbruch in der Verlagsbranche und auch im Bereich der Kultur(-beratung) zum Umdenken zwang, fügte ich das dritte Puzzle-Teil zu meiner Berufung hinzu: Ich machte meine Berufung zum Beruf und gründete als Wort*Sternchen meine Selbständigkeit als Schreibcoach.

Tja, bei manchen Menschen dauert es eben länger, bis sie ihre Berufung finden. Und in meinem Fall sind es heute sogar drei. Doch wie hätte ich bereits zur Zeit meines Abiturs wissen können, dass ich einmal Kulturberaterin oder Schreibcoach werden würde? Berufsbezeichnungen, die es damals noch gar nicht wirklich gab? Ich mache mir darüber jedenfalls keine Gedanken, denn wichtig ist nur eines:

Heute bin ich in meinem Wunschleben angekommen und gebe meine langjährige Erfahrung als Autorin, Schreibcoach und Kulturberaterin an meine Kunden weiter.

Das einzige, was sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht, ist die Liebe zum Schreiben. Ansonsten war mein Weg alles andere als gerade. Und wer damit nichts anfangen kann, ist bei mir sicherlich nicht richtig. Aber im Gegensatz zu Menschen, die stets geradeaus gehen, habe ich durch unzählige Abzweigungen und Nebenschauplätze einen Berufs- und Lebenserfahrungsschatz angesammelt, der für meine Kunden von unfassbarem Wert ist. Ich habe in zahlreichen wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen, kulturellen und sozialen Bereichen Beratungs-, Trainings- und Schreiberfahrung gesammelt. Und ich liebe es, jeden Tag aufs Neue die Möglichkeit zu haben, meine Erfahrungen weiterzugeben und anderen Menschen damit zu helfen.

Oder nimm direkt Kontakt mit mir auf und vereinbare ein 30-minütiges kostenloses Beratungsgespräch für Dein Schreibprojekt:

Und Tibet? Tibet ist und bleibt Herzensangelegenheit, Sehnsuchtsort und Ehrenamt.

Was Du noch unbedingt über mich wissen musst? Mir ist eine demokratische und antidiskriminierende Haltung sehr wichtig und diese erwarte ich auch von den Menschen, mit denen ich zusammenarbeite. Deshalb distanziere ich mich klar u. a. von homophoben, sexistischen, antidemokratischen, antisemitischen und rassistischen Menschen, Kundenanfragen und Äußerungen!

Publikationen (Auswahl)

Du möchtest ab sofort keine Neuigkeiten mehr verpassen, meine Schreibtipps, Schreibworkshops, Live-Sendungen, Kurzgeschichten und Romanerscheinungen als erstes erfahren? Dann abonniere meinen Newsletter!

Wird verarbeitet …
Es hat geklappt! Vielen Dank, Du erhältst ab heute meine Kurzgeschichten und Schreibtipps per E-Mail.