Ausschnitt aus meiner Kurzgeschichte „Eine Tüte Nusskipferl“

„Die Bäckerei befindet sich nur wenige Meter von der Grenzbrücke nach Deutschland entfernt. Als Emma die Brücke sieht, weiten sich ihre Augen und sie bleibt stehen. Seit ihrem letzten Bäckereibesuch hat sich die Zahl der Flüchtlinge etwa verdoppelt.

Zu Hunderten stehen sie auf der schmalen Straße, die über den Inn führt, und warten darauf die Grenze passieren zu dürfen. Am Rande der Brücke und darunter am Fluss kampieren sie in improvisierten Zelten. Plastikplanen sind mit Schnüren an langen Ästen verknotet. Die Menschen scheinen von unterschiedlicher Herkunft und Nationalität zu sein. Was sie verbindet, sind ihre dreckigen Kleider, ihr müder, leerer Blick und das gemeinsame Warten; Warten auf eine Öffnung der Grenze, Warten auf eine bessere Zukunft.“

Die ganze Geschichte findet Ihr in der Anthologie „Grenzüberschreitung“.

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